Modellbahn Spur N

 

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Spurweite 1:160: Kurioses, Mythen, Fakten!

Einige, zugegeben, sehr subjektive Gedanken zum Thema Modellbahn in 1:160. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. Eher eine augenzwinkernde Revue diverser "Maßstäblichkeiten", die einem begeisterten N-Bahner im Laufe seiner Modellbahn Karriere unter die Finger gekommen sind!

Modellbahn Spur N

  • Wo es groß sein soll, ist es immer zu klein
  • Wo es klein sein soll, ist es immer zu groß

Beginnen will ich mit dem Berg Mythos. Kurz nachgerechnet: Modellbau im Maßstab 1:160 heißt, dass 1 cm im Modell einer realen Höhe von 160 cm entspricht. Ein Berg von 160 m benötigt also in Spur N schon 1 m Höhe. So, und jetzt Finger hoch: Wer hat wirklich 1 Meter hohe Berge auf seiner Modellbahnanlage?

Spur N

N = Neun mm Spurweite

Modellbahn Berg

Alpen = x km Sichtweite


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Wobei wir uns bei 160 m ja noch in den Regionen vom, sagen wir mal, Teutoburger Wald befinden. Somit ein Gruß an alle Alpen- und Schweiz Fans: 1600 m Berg wären dann.... Richtig.

Ein ähnlicher Klassiker ist der Bahnsteig-Mythos. Was da so aus den Pappschachteln der üblichen Verdächtigen wie Faller, Vollmer, Kibri oder Auhagen kommt, ist oftmals kaum länger als 1 Personenwagon moderner Bauart im 1:160 Maßstab. Wer jetzt einen schönen Schnellzug auf seiner Modellbahn haben will, der muss seinen Bahnsteig selber bauen. Oder es gilt eben: "Bitte Vorsicht beim Aussteigen" …

Nicht minder kurios geht es zu bei Pfosten, Geländern, Dachrinnen, Antennen, Zäunen, Leitern und Ähnlichem der bekannten Großserien Hersteller. Da erinnert der Querschnitt einer Leitersprosse schonmal an den Durchmesser eines ausgewachsenen Baumstamms, oder der Gartenzaun hatte offensichtlich das Elefantengehege aus dem Zoo zum Vorbild.

Angesichts solcher "Filigranitäten", die da so mancher Standard Spur N Modellbausatz enthält, fragt man sich, ob als Zielgruppe ausschließlich Haushalte ohne Pinzetten erkoren wurden…

Maßstab 1:160 Zubehör Spur N

OK, OK, die Schilderpfosten im Foto links links hätte man auch selber pimpen können mit Federstahldraht 0,3 mm. Sehr grenzwertig auch die Spannwerke, oder die Weichenlaterne im rechten Bild. Alles von Arnold, ein ansonsten von mir sehr geschätzter Spur N Hersteller.

Ja, da ist der ambitionierte N-Bahner schon mal geneigt, bei entsprechenden Kleinserien Herstellern vorbei zu schauen, wo es Kleines in wirklich filigraner Ausführung gibt. Und hofft, dass auch im fortgeschrittenen Alter Augen, Finger und Feinmotorik noch up to date sind. Es sind bekanntlich die Details, auf die es ankommt.

Die Modelleisenbahnanlage

… ist eben immer ein Kompromiss. Zwischen Machbarkeit (meint: Platz) und Realität. Die wenigsten haben schließlich eine 100 qm Halle zur Verfügung, nur um einen kleinen Bahnhof nebst Peripherie im exakten Maßstab zu bauen. Denn das wäre wohl auch als Spur N Modellbahnanlage der tatsächliche Platzbedarf.

Phantasie oder Reproduktion der Realität?

Aber ist es nicht genau diese Beschränkung, die den Reiz an der Modellbahn ausmacht? Meint: Das "Wie" ist interessant. Wie genau wird der Grat zwischen Maßstäblichkeit und Machbarkeit begangen? Wie auch sonst wäre ich auf die Idee gekommen, auf 2 qm einen großen Kopfbahnhof inklusive Paradestrecken als Modelleisenbahnanlage zu versuchen…

Das sind Gedanken, die aber nur Spielbahner verstehen. Modellbahner im Sinne des Wortes streben tatsächlich ein möglichst exaktes Modell vom Vorbild an. Letztere müssen daher den folgenden Satz jetzt ganz schnell überspringen, sonst könnte es zu Schnappatmung kommen: Super-vorbildgerechte Modellbahnanlagen wirken auf mich oft irgendwie langweilig! Ich jedenfalls habe immer gern Anregung für meine Fantasie. Und da gilt: Je weniger Realität, desto besser:

Spur N Dampfkran

Gibts doch gar nicht: Dampfkran baut Besandungsturm ab!

Wagons Spur N

Wer Epochenfehler findet, darf sie behalten!

Wohl mit ein Grund für den Zauber, den beispielsweise die Augsburger Puppenkiste auch für viele Erwachsene entfaltet. Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer lassen grüßen.


Schienen und Gleise Spur N

Von Lummerland und Kopfbahnhöfen auf Matratzengröße wieder zurück zur Spurweite 9 mm: Die Gleise der bekannten Großserien Hersteller (Arnold, Fleischmann, Minitrix, Roco, Kato etc) haben eine Profilhöhe von ca 2 mm (= Code 80). Das entspricht einer realen Schienenhöhe von über 30 cm. Natürlich viel zu hoch. Wer es realistischer mag, greift daher zu anderen Schienen wie etwa die Code 55 Finescale Gleise von Peco mit 1,4 mm Profilhöhe. Es geht sogar noch realistischer. Aber dann kann es Probleme geben mit den Spurkränzen der üblichen Radsätze von Lokomotiven und Wagons.


ICE oder Straßenbahn?

Gleise Spur N Schienen Spur N

Genau nachgemessen habe ich es nicht, aber die als "weite" Kurvenradien bezeichneten Standard Bögen der bekannten Serien Spur N Gleise scheinen mir eher den Kurven innerstädtischer Verkehrsbetriebe nachempfunden, wo Straßenbahnen um Hausecken eiern, und weniger IC tauglichen Schnellfahrstrecken. Sachkundige Hinweise zu Normradien bei der "echten" Bahn daher hier gern gesehen. Umgekehrt kann ich mit dem R4 Bogen bei den 15 Grad Standard Weichen der üblichen Großserien Hersteller ganz gut leben. Ein gelungener Kompromiss zwischen Optik und Platzbedarf.


Wer den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht

So manche Baum Großpackung für Spur N kann getrost in die Abteilung "Baumschule" abgelegt werden. Fortgeschrittene N-Bahner pflanzen daher gern H0 Bäume. Bestenfalls leicht zurecht gestutzt.

Modellbahnanlage Spur N Modelleisenbahnanlage Spur N

Geschwindigkeit, Modellbahn & die Relativitätstheorie

Es wird ja gerne kolportiert, dass Einstein zu seiner Relativitätstheorie inspiriert wurde, als er in einem fahrenden Zug saß und sinnierend eine Fliege betrachtete, die dort im Abteil herumsurrte. Wie schnell flog die Fliege? Und in Bezug auf - Was?

Von der großen Eisenbahn zurück zur Modelleisenbahn: Beim Betrachten von Geschwindigkeiten auf der Modellbahn kann einen dieses Gedankenspiel durchaus zu weiteren (in meinem Falle: streng unwissenschaftlichen) Theorien bringen. Etwa: Geschwindigkeit ist relativ zur Größe der Modellbahnanlage. Dieselbe Lok mit derselben Geschwindigkeit in derselben Spurweite erscheint auf einer 5 m Geraden langsamer als auf einem 50 cm Kringel. Oder: Die Geschwindigkeit erscheint umso schneller, je kleiner der Wagon, gemessen LüP (=Länge über Puffer) ist. Und inwieweit das womöglich noch mit der Entfernung, genauer: der Relation des Betrachters zum Objekt zusammenhängt - aber das führt nun doch zu weit…

Fakt aber bleibt: Spur N gabs noch nicht zu Einsteins Zeiten. Wer weiß, was sonst aus ihm geworden wäre. Vielleicht Hersteller von Spur N Lokomotiven mit eingebautem Raum-Zeit-Realitätsprinzip? So aber müssen wir uns bei vielen Loks wohl weiter mit der folgenden Formel begnügen:
V max in Spur N = Rennsemmel zum Quadrat


Burg oder Bürgchen? Fabrik oder Fabrikchen?

Modellbahn Spur N LKW Spur N

Dass die Fassade dieser Burg von Faller, explizit als Spur N Modell gepriesen, in der Breite kleiner ist als ein kleiner Wagon, empfinde ich nicht als Manko. Denn Maler, Fotografen oder Architekten wissen es längst: Je weiter weg das Motiv, desto kleiner. Und Burgen sind immer weit weg. Somit eine dankbare Möglichkeit, um Entfernung zu simulieren. Fazit: Schönes Modell, gehört aber in den Hintergrund.

Warum aber der Lkw im rechten Bild nicht in die Fabrik darf - das freilich entzieht sich bis heute meiner Erkenntnis. Wo doch beide Modelle lt. Hersteller ebenfalls Spur N sein wollen.
Also: Wer hat sich da verrechnet?