Signale Spur N

 

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Signale auf der Modellbahnanlage

In diesem Kapitel soll es um Signale Spur N gehen. Und um Heinz. Was es damit auf sich, gleich mehr dazu. Betrachten wir zunächst einen Schnellzug mit einer E-10, der auf Gleis 1 steht. Den Bautrupp daneben scheint das aber wenig zu interessieren. Scheinbar ist man sich nicht einig, was zu tun ist:

Ausfahrsignal

Signale auf der Modelleisenbahnanlage

Das Ausfahrsignal (Modell von Viessmann) hat die Strecke noch nicht frei gegeben. Dieser Fernschnellzug macht hier aber keinen Passagierhalt, sondern wartet einen Gegenzug ab. Denn hinter dem Bahnhof wird die Strecke eingleisig. Daher muss sich der Gegenverkehr im Bahnhof kreuzen.

Ausfahrtsignal "Halt!"

Kleiner Positionswechsel. Noch immer steht die schöne Blaue am Ausfahrsignal:

Ausfahrsignale Spur N

Und da ist auch schon Heinz. Gerade verlässt er seine Wärterbude. Wir kennen Heinz bereits von hier, und von hier. Also jemand, der seiner eigentlichen Aufgabe, nämlich den Betrieb von Signalanlagen auf der Modellbahn zu überwachen, bisher äußerst nachlässig nachgekommen war. Man könnte auch sagen: Platzierung, Funktion oder Steuerung von Signalen war ihm vollkommen fremd bis piep-egal.

Doch mitunter geschehen ja in der 1:160 Welt wundersame Dinge. Und so begann Heinz, sich für Signale in Spur N zu interessieren. Er hat jetzt sogar einen Grundsatz:

"Signale werten jede Modellbahn optisch auf!"

Dazu sein zweites Credo: Wenn Technik und Elektrik zu kompliziert ist - man muss ja nicht gleich Signale anschließen. Auch Signal Attrappen wirken fein. Ein großer Elektrik-Bastler war Heinz bekanntlich noch nie. Aber immerhin hat Heinz sich nun entschlossen, einen kleinen Signal Ratgeber für Einsteiger zu verfassen und hier zu präsentieren:

Signale richtig platzieren: 5 Regeln für Einsteiger

So jedenfalls der Titel seines ersten Mini Tutorials hier! Weitere sind in Planung. Zugegeben, die Signalkenntisse von Heinz sind noch sehr bescheiden. Signal Experten können die folgende Info daher getrost überspringen. Aber für alle anderen jetzt die erste Heinz´sche Regel:

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# Regel 1: Signale stehen rechts in Fahrtrichtung

Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Gleis 1 ist hier so ein Ausnahmefall. Bei beengten Platzverhältnissen kann nämlich ein Signal auch mal in Fahrtrichtung links stehen:

Ausfahrtsignale Spur N

Steht aber ein Signal links in Fahrtrichtung, dann muss eine sogenannte Schachbretttafel darauf hinweisen. Offensichtlich fehlt die hier noch. Böser Mangel! Alternative wäre übrigens eine Signalbrücke. Dort wären die Signale über den Gleisen platziert. Allerdings hat die zuständige Bahndirektion eine Signalbrücke aus Kostengründen abgelehnt. Deshalb wird Heinz jetzt tätig. Er hat versprochen, schleunigst für eine Schachbretttafel zu sorgen:

Schachbretttafel

"Wo ist denn nur die verdammte Schachbretttafel...." Ob er sie wohl findet?

# Regel 2: Lichtsignale oder Formsignale?

Die Antwort richtet sich danach, welches Thema deine Modellbahnanlage hat.

Grundsätzlich können beide Signalarten dieselben Funktionen ausüben. Lichtsignale arbeiten mit Lampen und Leuchten; Formsignale haben Balken oder Scheiben. Das bekannteste Formsignal ist der Mast mit dem rot-weißen Balken. Faustregel: Je moderner und betriebsintensiver die gewählte Modellbahn Epoche ist, desto mehr spricht für Lichtsignale. Auf kleineren Nebenstrecken sind aber auch heute noch Formsignale anzutreffen. Umgekehrt gab es die ersten Lichtsignale schon vor dem zweiten Weltkrieg bei der Reichsbahn.

"Auf dieser Modelleisenbahnanlage wurde das letzte Formsignal schon vor Jahren zurückgebaut", erklärt uns jedenfalls Heinz. Dieser mächtigen 52er mit Kabinentender wird es egal sein. Sie muss sich nach jedem gültigen Signal richten:

Signale richtig platzieren im Bahnhof

# Regel 3: Bahnhöfe haben Ausfahrsignale und Einfahrsignale

Zumindest gilt dieser Satz für größere Bahnhöfe.

Überlege also erst, auf welchen Gleisen Züge in den Bahnhof einfahren können, und auf welchen Gleisen sie den Bahnhof verlassen. Berücksichtige, wenn Gleise in beide Richtungen befahren werden können. Danach richtet sich die Signalisierung.

Einfahrtsignale (auch: Esig oder ES) stehen in der Regel weiter außerhalb des Bahnhofs, noch vor der ersten Weiche. Sie können meist 3 Begriffe anzeigen: Halt (= Hp 0), Fahrt (= Hp 1), oder Langsamfahrt (= Hp 2) . Ausfahrtsignale (auch: Asig oder AS) sind dagegen innerhalb des Bahnhofs zu finden, öfters sogar in Bahnsteignähe.

Aber nicht auf jeder Modellbahnanlage kann oder muss alles umgesetzt werden. Beziehe also den gedachten "Rest der Welt" mit ein. So stellt der Bahnhof dieses Gleisplans nur einen Ausschnitt einer Szene dar, linker Hand begrenzt durch den Weinbergtunnel, rechter Hand begrenzt durch die Bahnunterführung. Deshalb gibt es nur zwei Ausfahrtsignale, jeweils für Gleis 1 und Gleis 2, beide kurz vor dem Weinberg Tunnel. Die Positionen der Signale auf der gegenüber liegenden Seite des Bahnhofs denkt sich unsere Phantasie entsprechend erst nach der Gleisunterführung. Den Geldbeutel freut´s.

Währenddessen rumpeln noch immer die Kohlewagons der 52er am Ausfahrtsignal vorbei:


Signale Spur N

# Regel 4: Gleissperrsignale für Rangierbereiche

Was Ausfahrtsignale und Einfahrtsignale für die großen Durchfahrtsstraßen im Bahnhof sind, sind Gleissperrsignale für den Rangierbereich.

Ein Gleissperrsignal bestimmt ob ein Zug in den nachfolgender Gleisabschnitt einfahren darf. Sperrsignale kommen daher vor allem an Abstellgleisen zum Einsatz.

Bei diesem Bahnhof ist hierfür Gleis 3 vorgesehen. Es dient wahlweise als längeres Abstellgleis, Lok-Umsetzgleis oder Bereitstellungs-Gleis. Da von Gleis 3 in beide Richtungen Ausfahrten möglich sind, hat Heinz hier 2 Sperrsignale platziert, für jede Richtung eines. So ganz sicher ist er aber nicht, ob diese Positionen richtig sind. Sachdienliche Hinweis nimmt er deshalb gern an! Wie auch immer. Gerade steht auf Gleis 3 ein Ortsgüterzug zur Abfahrt bereit:

Sperrsignal Spur N

Hier ist das Sperrsignal als hochstehende Form ausgeführt (Modell von Viessmann). Es gibt auch Sperrsignale in niedriger Bauweise, die reichen aber kaum bis Schienenhöhe. Sie heißen dann passenderweise auch Schotterzwerge. Für Spur N nur bedingt zu empfehlen. Außer, du hast ein Diorama mit 20 cm Raumtiefe. Oder ein Fernrohr.

# Regel 5: Unterscheide Vorsignale, Hauptsignale, Blocksignale

Ihre Funktion bestimmt, wo diese Signale platziert werden

Stell dir vor, du bretterst mit 160 auf der Autobahn und plötzlich kommt eine rote Ampel. Deshalb gibt es Vorsignale. Sie sorgen für mehr Sicherheit, indem sie ein Hauptsignal ankündigen. Deshalb stehen Vorsignale vor Hauptsignalen, und nicht umgekehrt. Getrennte Vor- und Hauptsignale wird man auf einer Modelleisenbahn aus Platzgründen aber selten zusammen in einem Sichtbereich abbilden können. Denn beim Vorbild, der großen Eisenbahn, kann der Abstand zwischen Vor- und Hautpsignal mehrere Zuglängen betragen. Manchen Vorbild-Modellbahnern soll dieser Umstand ja schlaflose Nächte bereiten.

Auf freier Strecke unterteilen Blocksignale die Bahnstrecke in Blockabschnitte. Solche Blockstrecken sichern den Zugbetrieb. Ein Zug darf erst in so einen Abschnitt einfahren, wenn dieser frei ist. Deshalb zeigen Blocksignale hier meist nur Halt oder Fahrt. Auch Abzweige werden mit Blocksignalen gesichert. Blockstreckenbetrieb ist auch auf der Modellbahn vorbildgetreu mit Signalen möglich.

Hier aber alles nicht nötig. Freie Strecke gibt es nur in unserer Phantasie, und funktionsmäßig gesehen gibt es eh nur einen simplen Fahrkreis mit Trafo. All das weiß auch Heinz. Deswegen schiebt er noch immer ´ne ziemlich ruhige Kugel auf dieser Anlage.

Genauso wie diese E 94 mit einem Güterzug am Haken. Völlig unbeleckt von allem elektrischen Fahrstraßen- und Signalschaltungs-Gedöns zieht sie ihre Runden und durchfährt gemächlich im weiten Bogen den Bahnhof. Eine "oldschool" analoge Modellbahn hat eben auch ihren Reiz.


Signalschaltung Modellbahn

Und damit beenden wir unseren kleinen Abstecher in die Welt der Signale Spur N. Auch dieser Fahrdienstleiter scheint bald Feierabend zu haben:

Modellbahn Signal anschließen