Signale Spur N

 

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Signale: Was steht wo? Und warum?

In diesem Kapitel soll es um Modellbahn Signale gehen: Typen, Positionen, Funktionen, Steuerung. Im Besonderen geht es um die Platzierung der Signale auf dieser Spur N Modellbahnanlage:

Signale richtig platzieren

Signale platzieren auf der Modelleisenbahnanlage

Und es geht um Heinz. Was es damit auf sich hat, erfährst du auch hier.


Lies hier:


Was sind überhaupt Signale?

Modellbahn Signale Spur N

Signale sagen dem Lokführer was er zu tun und zu lassen hat. Man unterscheidet dabei Lichtsignale und Formsignale. Lichtsignale arbeiten mit Lampen und Leuchten; Formsignale haben Balken oder Scheiben. Das bekannteste Formsignal ist der Mast mit dem rot-weißen Balken, genannt Flügelsignal. Grundsätzlich üben aber beide Signalarten dieselben Funktionen aus. Im Bild oben heißt es offensichtlich gerade: Freie Fahrt für freie Modellbahner!


Und wer ist Heinz?

Ratgeber Modellbahn Signale

Heinz ist zuständig den Betrieb der Signalanlagen auf dieser Modellbahn. Seine Kenntnisse sind allerdings äußerst bescheiden. Und ein großer Elektrik-Bastler war Heinz auch nie. Man könnte sogar sagen: Platzierung, Funktion oder Steuerung von Signalen war ihm bisher vollkommen fremd bis piep-egal.

Aber mitunter geschehen in der 1:160 Welt ja erstaunliche Dinge. Heinz begann nämlich, sich für Signale zu interessieren. Natürlich nur im Rahmen seiner Möglichkeiten. Deshalb hat er sich entschieden, seine signaltechnischen Erleuchtungen hier weiterzugeben als Ratgeber Signale für Einsteiger!


Ratgeber Modellbahn Signale: 6 Regeln für Einsteiger

Wahre Signal Experten können das Folgende getrost überspringen. Für Totalanfänger hat Heinz aber gleich den ersten Tipp parat:

# Regel 1: Auch Signal Attrappen wirken gut

Wem Technik und Elektrik zu kompliziert ist, der muss ja nicht die Signale anschließen. Auch Signal Attrappen werten eine Modellbahnanlage optisch auf.

Ob dieser Gleisbautrupp auch so denkt?

Signal Attrappen Spur N

"Was sollen wir hier eigentlich anschließen, wenn alles nur Attrappe ist?"   Wir aber finden: Schaut doch niedlich aus!

# Regel 2: Die Position von Signalen ist in Fahrtrichtung rechts

Ausnahmen bestätigen diese Regel.

Gleis 1 ist hier so ein Ausnahmefall:

richtige Signalposition

Bei beengten Platzverhältnissen kann nämlich ein Signal auch mal in Fahrtrichtung links stehen. Für diesen Fall muss aber ein gesonderter Hinweis erfolgen. Nämlich die sogenannte Schachbretttafel. Offensichtlich fehlt die hier noch. Aber zum Glück haben wir ja Heinz. Schon macht er sich auf die Suche nach besagter Tafel.

# Regel 3: Schachbretttafel

Die Schachbretttafel zeigt an dass ein Signal ausnahmsweise auf der anderen Seite steht

Ob Heinz die Schachbretttafel wohl findet?

Schachbretttafel Spur N

Alternative bei beengten Verhältnissen wäre übrigens eine Signalbrücke. Dort wären die Signale über den Gleisen platziert. Allerdings hat die zuständige Bahndirektion eine Signalbrücke aus Kostengründen abgelehnt.

# Regel 4: Wähle passend Lichtsignale oder Formsignale

Das richtet sich nach dem Thema der Modellbahnanlage. Auch Mischbetrieb ist möglich.

Faustregel: Je moderner und betriebsintensiver die gewählte Modellbahn Epoche ist, desto mehr spricht für Lichtsignale. Die älteren Formsignale sind heute immer weniger anzutreffen. Auf Nebenstrecken gibt es sie aber noch. Umgekehrt gab es Lichtsignale auch schon zu Dampflok-Zeiten auf stark befahrenen Strecken:

Lichtsignale Spur N

Lichtsignal und Dampflok passt also. Ob allerdings auch der Containerwagon im Hintergrund mit der Dampflok epochengetreu kompatibel ist - das lassen wir mal offen. So genau zählen wir die Erbsen hier nicht.

# Regel 5: Bahnhöfe haben Einfahrsignale und Ausfahrsignale

Zumindest gilt dieser Satz für größere Bahnhöfe.

Zwei Ausfahrsignale am Ende des Bahnsteigs. Nochmal gut zu sehen wie schön die filigranen Modelle von Viessmann wirken:

Ausfahrsignal Spur N

Einfahrsignale (auch: Esig oder ES) stehen außerhalb des Bahnhofs, noch vor der ersten Weiche.

Ausfahrsignale (auch: Asig oder AS) sind dagegen innerhalb des Bahnhofs zu finden.

Als Signalbegriff bezeichnet man dabei das, was das Signal dem Lokführer vorschreibt: Halt (= Hp 0), Fahrt (= Hp 1) oder Langsamfahrt (= Hp 2).

Überlege also erst, auf welchen Gleisen Züge in den Bahnhof einfahren können und auf welchen Gleisen sie den Bahnhof verlassen. Danach richtet sich die Signalisierung. Berücksichtige, wenn Gleise in beide Richtungen befahren werden können.

Übrigens sind oft auch die Schreibweisen Einfahrtsingal und Ausfahrtsignal zu finden.

# Regel 6: Gleissperrsignale für Rangierbereiche

Was Ausfahrsignale und Einfahrsignale für die großen Durchfahrtsstraßen im Bahnhof sind, sind Gleissperrsignale für den Rangierbereich.

Sperrsignale, auch Schutzsignale genannt, kommen vor allem an Abstellgleisen zum Einsatz. Bei diesem Bahnhof ist hierfür Gleis 3 vorgesehen. Es dient wahlweise als längeres Abstellgleis, Lok-Umsetzgleis oder Bereitstellungs-Gleis. Das Gleissperrsignal bestimmt ob ein Zug in den nachfolgenden (Strecken-) Gleisabschnitt einfahren darf. Sagt zumindest Heinz. Für den Ortsgüterzug auf Gleis 3 zeigt die rote Lampe jedenfalls gerade HALT:

Gleissperrsignal Spur N

Da von Gleis 3 in beide Richtungen Ausfahrten auf die Strecke möglich sind, hat Heinz hier 2 Sperrsignale platziert, für jede Richtung eines. Hat er sich zumindest mal so gedacht. Sachkundige(re) Anregungen daher an dieser Stelle gern entgegengenommen.

Hier ist das Sperrsignal als hochstehende Form ausgeführt (Modell von Viessmann). Es gibt auch Sperrsignale in niedriger Bauweise. Die reichen kaum bis Schienenhöhe. Bezeichnenderweise heißen die dann auch Schotterzwerge.

Bei der roten Lampe in obigem Foto hat übrigens Photoshop geholfen. Denn die Signale auf dieser Modelleisenbahnanlage hat Heinz allesamt (noch? Oder mal wieder?) nicht angeschlossen. Also alles nur Show.

Auch Sperrsignale gibt es als Formsignale. Bei der Hafenausfahrt eine Etage tiefer steht noch ein so Schutzsignal älterer Bauart:

Schutzsignal Spur N

Um "Signale" geht es offenbar auch in dem Werbeplakat. Die dürften aber eher politischer Art sein…


Womit wir die Ausführungen zur Signalisierung dieses Bahnhofs beenden. Unser besonderer Dank gilt Heinz, der viel Viertelwissen beisteuerte.

Signalisierung Bahnhof

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Spur N Signale

Da mich immer wieder Fragen zu Signalen erreichen, kriegst du hier gleich die passenden Produktlinks. Mir persönlich gefallen die Viessman Signale sehr gut. Spur N Signale gibt es aber auch von anderen bekannten Namen wie Fleischmann, Arnold oder Minitrix. Wenn dir meine Website gefällt, dann darfst du das gern honorieren, indem du auf die folgenden "Werbelinks" klickst und bei Amazon kaufst. Diese sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet. Ich erhalte dann eine kleine Provision - Danke! Ich empfehle natürlich nur, was ich selber verbaut habe oder allgemein für gut halte.

Lichtsignale:


Du stehst mehr auf Formsignale? Dann check das:


Exkurs: Vorsignale & Hauptsignale

Stell dir vor, du bretterst mit 140 auf der Autobahn und plötzlich kommt eine rote Ampel. Deshalb gibt es Vorsignale. Sie sorgen für mehr Sicherheit, indem sie ein Hauptsignal ankündigen. Deshalb stehen Vorsignale vor Hauptsignalen und nicht umgekehrt. Die Kombination macht Sinn vor allem auf freien Strecken. Da ein Zug einen ewig langen Bremsweg hat, beträgt dort der Abstand zwischen Vor- und Hauptsignal mehrere Zuglängen. Es gibt aber auch in Bahnhöfen Vorsignale.

Form-Vorsignal Formvorsignal und Formhauptsignal

Das linke Foto zeigt ein alleinstehendes Form-Vorsignal. Es informiert den Lokführer, welche Hauptsignalstellung er demnächst zu erwarten hat. In diesem Fall wird es ein "Halt" sein.
Foto rechts: Form-Hauptsignal mit Form-Vorsignal. Oft befinden sich die beiden Signaltypen zusammen an einem Standort. Dann bezieht sich das Vorsignal natürlich nicht auf das direkt dahinter stehende Hauptsignal, sondern auf ein Hauptsignal, dass in einiger Entfernung kommt. Hier zeigt das Form-Hauptsignal dem Lokführer gleichwohl an: "Halt".

Vom Vorbild wieder zurück zur Modellbahnanlage. Denn hier ist aus Platzgründen vieles nur Theorie, Stichwort Vorbildtreue. Wo ist die beste Positionierung der Signale? Wirken die Platzierungen glaubwürdig? Wirkt es nicht überladen? Manchen Vorbild-Modellbahnern sollen diese Fragen ja schlaflose Nächte bereiten. Und überhaupt: Man will ja seine teuer erworbenen und fein detaillierten Schätzchen auch sehen. Signale im Tunnel oder hinter einer Hauswand sind da suboptimal. Man macht also Kompromisse. Womit die "Erzählung" ins Spiel kommt.

So stellt der Bahnhof in diesem Gleisplan Spur N nur einen Ausschnitt einer Szene dar. Linker Hand begrenzt der Weinbergtunnel die Szenerie, rechter Hand eine Bahnunterführung. Deshalb gibt es nur zwei Ausfahrtsignale, jeweils für Gleis 1 und Gleis 2, beide kurz vor der Ausfahrt Richtung Weinberg Tunnel. Dazu die Sperrsignale.

Die Positionen der Ausfahrtsignale auf der gegenüber liegenden Seite des Bahnhofs denkt sich unsere Fantasie entsprechend erst nach der Gleisunterführung.

Kopfkino auch für Einfahrsignale: Die befinden sich halt auf der anderen Seite des Tunnels respektive der Unterführung. Den Geldbeutel freuts.


Blocksignale

Blocksignale unterteilen eine Bahnstrecke in Blockabschnitte. Damit sichert man den Zugbetrieb. Denn ein Zug darf erst in einen Blockabschnitt einfahren, wenn dieser frei ist. Deshalb zeigen Blocksignale außerhalb des Bahnhofs meist nur Halt oder Fahrt. Auch Abzweige werden mit Blocksignalen gesichert. Betrieb mit Blockstrecken ist auch auf der Modellbahn vorbildgetreu mit Signalen möglich.

Auf dieser Modelleisenbahnanlage aber alles nicht nötig. Funktionsmäßig gesehen gibt es hier nur einen simplen Fahrkreis mit Trafo. Das weiß auch Heinz. Deswegen schiebt er noch immer 'ne ziemlich ruhige Kugel hier. Genauso wie diese E 94 mit einem Güterzug am Haken. Völlig unbeleckt von allem elektrischen Signalschaltungs-Gedöns durchfährt sie gemächlich im weiten Bogen den Bahnhof:

Signalschaltung Modellbahn

Eine simple analoge "oldschool" Modellbahn hat eben auch ihren Reiz.

Modellbahn Signal anschließen

 


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