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Hier rauchen die Schlote: Hochofen Gleisplan

Heavy Metal auf der Modellbahn: Kompakte Gleisplan Idee für ein Industrie-Areal auf 140 x 80 cm. Als Hochofen, Hüttenwerk, Raffinerie, was auch immer. Hier wird nicht im Kreis gefahren, sondern rangiert. Point-To-Point im Modellbahner Experten-Sprech. Dazu ein ziemlich frecher Kehrschleifen-Bluff:

Gleisplan Hochofen Modellbahn

Modellbahnanlage mit Hochofen Spur N. Bild klicken für Vergrößerung (PDF Download)

Die Szenerie

Weitläufige Schwerindustrie prägt das Bild. Links ein Hochofen, rechts ein Stahlwerk. Vorn links eine kleine Abstellgruppe. Von hier aus werden Wagons auf die Werke verteilt.
An den Ausläufern des Industriekomplexes weitere Peripherie-Werke und Wohngebiete. Unsere Phantasie sieht Schlote, Kühltürme, Gaskessel, verrußte Backsteinbauten, Hinterhöfe, dazu die eine oder andere Trinkhalle, neudeutsch: Döner Bude. Der von vorn nach hinten in der Höhe ansteigende Gelände-Aufbau dürfte für gute Raumwirkung sorgen.

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Point to Point als Modellbahn Konzept

… heißt: Nicht im Kreis, sondern Zugbetrieb von A nach B. Und wieder zurück. Da bieten sich Schwerindustrie-Szenarien wie ein Hochofen geradezu an. Volle Wagons hin, leere Wagons zurück.

Und so könnte das hier aussehen: Ein tonnenschwerer Torpedopfannenwagen wird aus dem Hochofen links gezogen und verlässt, Lok voraus, die Modellbahnanlage unter der Brücke nach hinten in Richtung "Welt". Anschließend durchfährt der Zug auf der rechten Anlagenseite ein verdecktes Halbrund und erreicht kurz darauf den vorderen Rand dieser Modelleisenbahnanlage. Nun drückt die Lokomotive das heiße Eisen gemächlich in die Hallen des Stahlwerks. Das Ziehgleis ist entsprechend lang ausgelegt.

Danach verlassen beladene Wagons das Stahlwerk. Sagen wir mal mit Stahlbrammen als Ladegut. Sie machen dieselbe Fahrt zurück durch das Halbrund rechts und werden dann in der Abstellgruppe zwischengeparkt. Irgendwann, wenn Zeit ist, geht es weiter in Richtung Ebene 1 nach oben. Dort befindet sich ein "Produzier-mir-irgendwas" Werk, das Bedarf an (Roh-)Stahlprodukten hat.

Auch der rückwärtige Schüttgutbunker vom Hochofen befindet sich auf Ebene 1. Der muss ebenfalls bedient werden. Hier könnten Wagons vom Typ Fad, mit Koks oder Erz beladen, zum Einsatz kommen. Undsoweiter. Also immer genug zu tun.

Als Salz in der Suppe gibts noch Personennahverkehr für die Werktätigen. Zwei kleine Haltestationen für kurze Dieseltriebwagen werden im Pendelbetrieb angefahren. Vorn die Werks-Haltestelle, oben rechts ein Halt an der angedeuteten Stadt. Damit genug der Theorie. Jetzt rein in die unterirdischen Stollen:

Gleisplan Hochofen Spur N

Gleisplan Hochofen Spur N

Gleisplan Spur N für Hochofen, Hüttenwerk oder Industrie Areal. Bild klicken für Vergrößerung (PDF Download)

Abmessungen: 140 x 80 cm
Schienen: Fleischmann, Spur N piccolo (= System mit Schotterbett)
Stückliste: Katalognummern nur an wichtigen Stellen sowie Kurvenradien. Der Rest ergibt sich von allein.

Nicht jeder Tunnel ist ein Tunnel

… oder aber: Schienen durch Gebäude - sehr platzsparend, das! Der Hochofen müsste nämlich hinten aufgeschnitten werden, damit der halbe Gleiswendel links hinauf zu Ebene 1 genug Platz hat.

Ansonsten sieht das Gleisplan Konzept im sichtbaren Bereich ausschließlich Kurvenradius R4 vor. Den Rest erledigen R2 Kurven, bei der Auffahrt links auch zwei enge Bögen R1. Letzteres sollte aber funktionieren, denn nach oben sind nur kurze Züge unterwegs mit höchstens 4-5 Wagons. Der lange und schwere Torpedopfannenwaggon bleibt eh auf der unteren Ebene. Die kalkulierte Steigung von etwa 4% dürfte also kein Problem machen. Als Durchfahrtshöhe der Brücken sind gut 4 cm vorgesehen, was für Spur N reicht, wenn es wie hier keine Oberleitung gibt.


Der große Kehrschleifen-Bluff

Und was bitte hat es damit auf sich? Um das zu beantworten zunächst ein Blick auf das bekannte Spielchen, das da lautet: Finde den Fehler im rechten Bild!

Gleisplan Hüttenwerk Gleisplan Industrie

Richtig. Einmal mit Kehrschleife, einmal ohne. Natürlich könnte man den Plan auch bauen ohne die zwei Weichen, die den Kehrschleifenschluss herstellen.

Wir nehmen aber die Version mit den zwei Weichen. Denn es verleiht es der Szene optisch mehr Geschlossenheit. Außerdem braucht es für manche Rangierbewegungen die Kehrschleife:

Gleisplan Hochofen Detail Gleisplan Rangieren

Rangieren? Point-to-Point? Da will man doch was zu tun haben! Also bitte Knobeln:

  • Rangiere Wagons von Gleis 1, 2 oder 3 nach Gleis 4, 5 oder 6. Und vice versa.
  • Rangiere Wagons von Gleis 7 oder 8 auf Gleis 9. Und vice versa.
  • Rangiere Wagons von Gleis 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 nach 7 oder 8. Und vice versa.
  • Rangiere Wagons von Gleis 1, 2, 3, 4, 5 oder 6 nach Gleis 9. Und vice versa.

Lok umsetzen per Pseudo-Kehrschleife und "Hand Gottes"

Richtig: Bei Rangieraufträgen, wo ein Umsetzen der Lok nötig ist, werden zunächst die Wagons auf dem Ziehgleis zwischengeparkt. Dann durchfährt die Lokomotive das rechte Halbrund. Wichtig ist, dass die Lok immer kurz vor der kritischen Stelle stoppt. Dann schieben wir die Wagen einfach von Hand ein paar cm über die Trennstelle, fertig! Eine vertretbare Methode, wenn man bedenkt, dass Entkuppeln per Hand sowieso Standard ist auf den meisten Modellbahnanlagen. Jetzt werden auch 2 Dinge klar:

  1. Das Ziehgleis ist eminent wichtig
  2. Das Halbrund rechts ist eminent wichtig

Fazit: Alle Rangiermanöver sind möglich ohne dass je eine Lok die Stelle passieren muss, wo die Polarität wechselt. In Spur N mit den 2-Leiter Gleissystemen ja ein hinlänglich bekanntes Problem, das normalerweise entsprechend verkabelt werden muss. Zwei Plastik Isolierschienenverbinder reichen hier aber, damit es keinen Kurzschluss gibt. Und schon hat sich die komplizierte Kehrschleifen Elektrik in Luft aufgelöst. Im "Lupen"-Fenster ist die Stelle rot markiert. Technik-Nerds und die, die es ganz genau nehmen mit Fahrbewegungen, installieren sich natürlich echten Kehrschleifenbetrieb.

 

Tipp: Industrie Bausätze von Walthers

Es muß nicht immer "Fallmer" sein: Walthers, eigentlich ein US Hersteller, hat auch in Spur N jede Menge Modelle für Industrie-Szenarien, die gut unseren europäischen Geschmack treffen. Ob Werkhallen, Gastank, Fabriken - bei Amazon* bekommst Du sie!

Hochofen

Mein Hochofen, mal gebaut vor längere Zeit. Guggst du hier: Modellbau Hochofen

Ein Hochofen als Modellbahnanlage?

Sind da Gleispläne auf Schreibtischgröße nicht völliger Unsinn? Unsinn. Ein Hochofen ist ein gewaltiger Industriekomplex. Richtig. Diese Idee für eine Modellbahnanlage ist nur eine kleine Point-to-Point Spielerei. Auch richtig. Schwerindustrie ist nämlich ein reizvolles Modellbahn Thema; zumindest mal was anderes als das übliche 08/15-Konzept "Bahnhof plus Fahr-Kringel". Sonst dürfte es nach dieser Logik 99,99 % aller Modelleisenbahnanlagen sowieso nicht geben. So viel zur Vorbildtreue.

Kitbashing Fans kommen hier jedenfalls auf ihre Kosten. Die diversen Industriebauten bieten genug Anlass zum Modellbau im Maßstab 1:160. Wobei die Art der Industrie natürlich variabel sein kann: Walzwerk, Gießerei, Kokerei - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Du willst noch mehr Rangieren? Guggst du hier:

Hin und Her am Kai: Hafen Gleispläne auf Schreibtischgröße
Für Extrem-Rangierer: Kompakte Modellbahnanlage mit Timesaver und Inglenook

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